Ist die direkte kontinuierliche Filtration die Lösung für die Behandlung von Oberflächenwasser?

 

Die direkte Antwort lautet: keinenicht immer, aber manchmal schon! Wenn es sich anbietet, ist es ein wunderbar einfacher Prozessaufbau: Nach dem Einlaufsieb wird ein kontinuierlicher Sandfilter mit Inline-Dosierung von Koagulantien eingesetzt. Der Filter wirkt als Flockulator und Flockenabscheider, was zu einem stabilen, hochwertigen Filtrat führt.

 

Aber woher wissen wir, wann dies machbar ist? Wir haben versucht, Ihnen eine Orientierungshilfe zu geben.
 

Bei der Aufbereitung von Oberflächenwasser hängt die Feststoffbeladung des Filters von der variablen Qualität des Speisewassers ab, da die Qualität des Flusswassers in Bezug auf Trübung, Farbe und Schwebstoffe stark schwanken kann. Die kontinuierliche Filtration ist in der Lage, hohe Feststoffbelastungen zu bewältigen und kann daher als einziger Prozessschritt eingesetzt werden, so dass eine Vorbehandlung durch Absetzen oder Druckentspannungsflotation nicht erforderlich ist. Um kolloidale Stoffe effizient zu entfernen, wird normalerweise eine Inline-Dosierung von Flockungsmitteln vorgesehen.

 
Dies ist jedoch nicht immer der Fall, so dass Sie vorsichtig sein sollten. Wir haben ein Diagramm zur Prozessauswahl erstellt, das sich auf die Trübung des Zulaufs und das organische Material im Zulauf (ausgedrückt in Chlorophyll-a) bezieht. Wie Sie sehen können, gibt es einen besonderen Sweet Spot für die verbesserte direkte kontinuierliche Filtration. Wenn die Qualität Ihres Oberflächenwassers in diesem Betriebsfenster liegt, sollten Sie dieses Verfahren in Betracht ziehen. Das Ergebnis ist ein sehr einfaches, zuverlässiges und robustes Aufbereitungsverfahren mit einem kleinen (Kohlenstoff-)Fußabdruck.

Auswahldiagramm für den Oberflächenwasserprozess

Die Tabelle rechts zeigt typische Ergebnisse einer Oberflächenwasseraufbereitungsanlage, die auf direkter kontinuierlicher Filtration basiert. Die Anlage hat eine Auslegungskapazität von 160 m3/h; ein Flockungsmittel wird mit Alaun in die Anlage dosiert. Typische Dosierungen liegen im Bereich von 2-6 mg/l Al. Zusammen mit unserem Sand-Cycle Überwachung und Steuerung Technologie sind wir in der Lage, die Filtratkriterien durchgängig zu erfüllen.

 

Tabelle: Oberflächenwasseraufbereitungsanlage mit direkter kontinuierlicher Filtration - Daten zur Wasserqualität

ParameterRohwasserFiltratKriterien
Trübung (NTU)20-250.1-0.2< 0.5
TSS (mg/l)1-500,5<1
Temperatur (oC)1-25  
Übertragung (%)30-50> 96 
Fe (mg/l)  < 0.05
Al (mg/l)0.05-0.60< 0.1< 0.1
Mn (mg/l)  < 0.05